Mord auf den Schären

Von Benedikt Bögle

Copyright: Heyne

Die Journalistin Cilla Storm braucht eine Auszeit. Nach der Trennung von ihrem Freund zieht sie in eine Gartenlaube auf einer Schäreninsel. Eigentlich ein beschauliches Leben – würde nicht schon am ersten Tag nach ihrer Ankunft eine junge Frau ermordet. Ein unbekannter Täter hat einen Kanister um das Bein der Frau gebunden und sie dann im Meer versenkt. Die Polizei verdächtigt zunächst ihren Freund, muss ihn bald aber wieder freilassen. Cilla Storm interessiert sich für den Fall und macht sich gemeinsam mit ihrer neuen Freundin und Nachbarin Rosie auf Spurensuche. Bald wird ein zweites Mädchen auf der Insel getötet – und zwischen den Opfern gibt es eine weit in die Vergangenheit reichende Verbindung. Immer tiefer gelangt Cilla in den Sog des Falles, bis sie am Ende selbst in Lebensgefahr schwebt.

„Gefährliche Mittsommernacht“ von Christoffer Holst hat einen ziemlich guten Plot. Die Story ist spannend, der Fall entwickelt sich in völlig unvorhergesehenen Bahnen. Diese Geschichte hätte richtig großes Potential – wenn der Autor nicht über alles eine kitschige Soße schlecht entwickelter Liebesromantik gießen würde. Natürlich muss Cilla sich in den ermittelnden Polizisten verlieben. Und natürlich muss das so kitschig wie nur irgend möglich geschehen. Damit verspielt der Autor leider beinahe völlig das Potential, das sein Roman haben könnte. Schade!

Christoffer Holst: Gefährliche Mittsommernacht
Heyne 2021, 319 Seiten, EUR 10,99

Vom Autor ist ebenfalls erschienen: Mörderischer Nordwind

Ein Kommentar zu „Mord auf den Schären

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s