Die Spur der Wölfe

Von Benedikt Bögle

Copyright: btb

Inmitten der toskanischen Berge wird ein toter Fremder gefunden. Schnell wirkt es wie ein Unfall: Der unbekannte Mann muss einen Abhang hinuntergefallen und dann gestorben sein. Doch „Bussard“ – ein Inspektor der Forstpolizei – hat so seine Bedenken. Das Äußere des toten Mannes erinnert an die „Elben“, die in der Gegend wohnen. Die Elben – benannt nach den Fabelwesen aus Tolkiens „Herr der Ringe“ – führen ein Aussteigerleben, verzichten auf bequemen Luxus, Waffen und Mobiltelefone. Doch Ermittler Bussard kommen immer mehr Zweifel; bald ist er sich sicher, der unbekannte Tote müsse ermordet worden sein. Nur: Von wem? Keiner der Elben will ihn gekannt haben. Kann das stimmen? Bussard stürzt sich in die Ermittlungen und macht sich dabei viele Feinde. Am Ende aber soll er Recht behalten.

„Die Spur der Wölfe“ von Francesco Guccini und Loriano Macchiavelli ist ein sehr lesenswerter Krimi. Dass hier ein Autorenduo am Werk ist, würde man nicht merken – Stilbrüche oder Ähnliches bleiben aus. Vielmehr haben die Autoren eine spannende Geschichte in einer spannenderen Natur geschaffen. Allerdings wäre der Roman sicher auch mit weniger Charakteren ausgekommen; dem Leser hätte es wohl geholfen, die Übersicht besser zu behalten. Auch fragt man sich, was daran – wie der Verlag es bezeichnet – ein „Ökothriller“ sein soll. Weil das Buch (auch) in der Natur spielt? Dennoch: Eine überzeugende Geschichte mit interessanten Charakterköpfen, die unterhält.

Francesco Guccini und Loriano Macchiavelli: Die Spur der Wölfe
btb 2020, 315 Seiten, EUR 10

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