Arbeitsmethode des Zivilrichters

Von Benedikt Bögle

Copyright: C.F.Müller

Kommt man aus dem Jura-Studium in das Referendariat, ist vieles zu nächst neu. Sachverhalte stehen nicht mehr einfach fest, sondern müssen aufgeklärt werden. Wer hat welche Umstände zu beweisen? Welchen Zeugen glaubt man, welchen nicht? Einen Leitfaden durch diese Fragen kann ein bei C.F. Müller erschienen Band sein: „Die Arbeitsmethode des Zivilrichters für Referendare und junge Praktiker mit Fällen und einer Musterakte“ von Kurt Schellhammer. Der Autor führt durch die Arbeitsweise eines Richters: Konsequent beginnt der Band nach einer kurzen, theoretischen Einführung mit der Arbeit am Sachverhalt. Es folgen die einzelnen Stationen beim Kläger, beim Beklagten und in der Beweisaufnahme. Schließlich informiert Schellhammer über das Urteil, geht auf die vorläufige Vollstreckbarkeit und auf besondere prozessuale Gestaltungen – etwa die Säumnis, die Widerklage oder die Wiederaufnahme – ein. Entstanden ist so ein sehr informativer Band. Zugleich bietet der Autor aber immer wieder Beispiele und eine Musterakte, die das ganze Verfahren durchzieht und an der Schellhammer das gerade dargestellte praktisch umsetzt. Damit dient dieses Band sehr gut als eine Einführung in die Arbeitsmethode des Zivilrichters – aber auch als Nachschlagewerk, etwa für die verschiedenen Tenorierungen, die Kurt Schellhammer knapp und übersichtlich darstellt.

Kurt Schellhammer: Die Arbeitsmethode des Zivilrichters für Referendare und junge Praktiker mit Fällen und einer Musterakte
C.F. Müller, 18. Aufl. 2019, 324 Seiten, EUR 36

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