Der letzte Joker

Von Benedikt Bögle

Copyright: Atlantik

Auf einem geselligen Wochenende will eine Gruppe junger Erwachsener einem Freund eigentlich nur einen Streich spielen: Da er so schwer aufsteht, stellen sie ihm sieben Wecker in sein Zimmer, die ihn bereits am frühen Morgen wecken sollen. Doch nichts geschieht, noch am Mittag scheint der junge Mann zu schlafen. Die grausige Entdeckung: Gerry Wade liegt tot in seinem Bett. Ein Unfall, so scheint es, oder Selbstmord: Er hatte eine Überdosis Schlafmittel genommen. Als aber nur wenige Tage darauf sein bester Freund Ronny erschossen wird, ergibt sich ein anderes Bild. Immer mehr Indizien weisen auf den mysteriösen „Seven Dials Club“ in London. Dort treibt eine verbrecherische Gruppe ein undurchsichtiges Spiel. Eine Gruppe um Lady Eileen Caterham versucht, dem Geschehen auf die Spur zu kommen.

Agatha Christie hat mit „Der letzte Joker“ einen Roman geschaffen, dessen Plot Potential hätte. Die abenteuerlustige Lady Eileen stürzt sich in die Aufklärung des Verbrechens und am Ende überrascht Christie wie in so vielen ihrer Romane mit einer völlig unerwarteten Wendung. Leider zieht sich der Roman streckenweise sehr. Anfang und Ende verdienen höchstes Lob, auf den Seiten dazwischen wäre weniger vermutlich mehr gewesen.

Agatha Christie: Der letzte Joker
Atlantik 2021, 267 Seiten, EUR 12

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