Loan-to-own

Von Benedikt Bögle

Loan-to-own – was ist das? „Dahinter verbergen sich Investmentstrategien, bei denen überwiegend Finanzinvestoren US-amerikanischer Provenienz (sukzessive) Darlehensforderungen gegen Schuldnerunternehmen mit der Intention aufkaufen, die Forderungen schließlich vor (d.h. im Schatten) oder im Rahmen eines Insolvenzverfahrens in Anteilsrechte umzutauschen und so die gesellschaftliche Kontrolle zu übernehmen“, erklärt Nicholas R. Palenker. Er hat dem Modell eine ganze bei Nomos erschienene Schrift gewidmet: „Loan-to-own. Schuldenbasierte Übernahmen in Zeiten moderner Restrukturierungen und mangelnder Gläubigertransparenz“ ist in der Reihe „Schriften zur Restrukturierung“ erschienen.

Copyright: Nomos

Ein Unternehmen wird also nicht direkt und nach Außen unmittelbar erkennbar gekauft – sondern die jeweiligen Ansprüche werden genutzt, um Anteile des Unternehmens zu erwerben. Auf diese Weise lassen sich – und das macht die Attraktivität des Modells aus – bestimmte Transparenzvorschriften umgehen. Genau das untersucht der Autor in der vorliegenden Dissertationsschrift. Er beschriebt, was der Begriff „loan-to-own“ umfasst, fragt nach den Akteuren dieses Modells, besorgt eine Systematisierung des Begriffs und fragt nach rechtlichen Grenzen.

Nicholas R. Palenker: Loan-to-own. Schuldenbasierte Übernahmen in Zeiten moderner Restrukturierungen und mangelnder Gläubigertransparenz
Nomos 2019, 677 Seiten, EUR 169

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