Der Diakonat

Von Benedikt Bögle

Der Diakonat wurde erst kürzlich wieder in den Mittelpunkt der kirchlichen Diskussion gestellt, als Papst Franziskus die Möglichkeit prüfen ließ, Frauen der Tradition der Kirche entsprechend zu Diakonissen zu weihen. Dabei könnte die Frage nach dem Diakonat auch in anderen Zusammenhängen interessant sein; so etwa als Teil einer Antwort auf den Priestermangel in Westeuropa. Wer sich ausführlicher mit der Thematik beschäftigen möchte, kann sich nun an einen bei Pustet erschienenen Sammelband halten: „Der Diakonat. Geschichte und Theologie“ wurde von Manfred Hauke und Helmut Hoping herausgegeben.

Copyright: Pustet

Die Beiträge entstammen einem Symposium unter dem Titel „Das spezifische Profil des Diakonats“, das 2014 in Lugano stattfand. Die einzelnen Aufsätze spannen dabei einen weiten Bogen: So geht es um die „Wiederentdeckung“ des Diakonats auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil, die biblische Grundlegung, die Rolle des Diakons im Leben der Kirche oder auch die Geschichte der Diakonissen. Andere Aufsätze dürften wohl eher einem etwas spezielleren Publikum entgegenkommen, so etwa die Diakone bei den kappadokischen Vätern oder das Amt des Diakons gemäß dem Zeugnis der byzantinischen Liturgie. Insgesamt jedoch bietet dieser Sammelband jedem etwas, der sich näher mit dem Diakon, seinem Amt und seiner Geschichte auseinandersetzen möchte.

Manfred Hauke und Helmut Hoping (Hg.): Der Diakonat. Geschichte und Theologie
Friedrich Pustet 2019, 416 Seiten, EUR 39,95

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