Schockenhoff: Weihnachten als Provokation

Von Benedikt Bögle

Weihnachten droht, das dürfte wohl keine Übertreibung sein, in unserer Gesellschaft zur Bedeutungslosigkeit zu verkommen. Wenn aus dem Fest die willkommene Gelegenheit zu zahlreichen Weihnachtsfeiern und Christkindlmärkten wird, wenn es nur noch darum geht, zu schenken und beschenkt zu werden, dann fehlt etwas. Denn darum geht es beim Weihnachtsfest sicherlich nicht. Worum aber geht es dann? Diese Frage stellt nun im Herder-Verlag der Moraltheologe Eberhard Schockenhoff: „Frieden auf Erden? Weihnachten als Provokation“.

Im Vorwort schreibt der Theologe: Wenn Gott Mensch wird, gerät alles ins Wanken, worauf wir Menschen unsere Gewissheiten, unsere Denkgewohnheiten und unsere vermeintliche Überlegenheit über andere oft gründen. Die Trennungslinien zwischen oben und unten werden durchbrochen, das Verhältnis von Nehmen und Geben, von Fordern und Gewähren umgekehrt, die Logik von Herrschen und Dienen auf den Kopf gestellt.“ Diese Gedanken werden im Folgend weiter ausgebreitet und dienen sicherlich nicht nur als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, sondern auch als Begleiter durch die Feiertage.

Eberhard Schockenhoff: Frieden auf Erden? Weihnachten als Provokation
Herder 2019, 143 Seiten, EUR 18

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